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Zubehör

Unter Zubehör fassen wir die genormten Hilfsteile zusammen, mit denen sich Wälzlager fachgerecht befestigen, axial festsetzen und im Reparaturfall wieder instand setzen lassen. Von der Spannhülse über die Nut-Mutter bis zur Ausgleichsscheibe übernehmen diese Komponenten Aufgaben, die das Lager selbst nicht leisten kann. Erst diese Teile halten das Lager wackelfrei in Position und lassen es die kalkulierte Laufleistung erreichen. Steinbach führt das passende Montage- und Sicherungszubehör für die gängigen Lagerbauformen, abgestimmt auf Bohrung und Wellengeometrie.

Spannhülse mit Nutmutter und Wellenschutzhülse – Wälzlager-Zubehör aus Stahl

Was zählt zum Wälzlager-Zubehör?

Zubehör meint hier ergänzende Norm- und Hilfsteile, die selbst nicht zur eigentlichen Lagerung gehören, ohne die ein Lager aber weder sauber montiert noch dauerhaft gesichert werden kann. Vier Aufgaben stehen im Vordergrund: das Festsetzen auf der Welle, das axiale Sichern gegen Wandern, der Schutz beziehungsweise die Instandsetzung der Dichtfläche sowie das Feinjustieren von Lagerspiel und Toleranzen.

Weil die Teile überwiegend genormt und nach dem Bohrungsdurchmesser ausgelegt sind, lassen sich Spannhülse, Nut-Mutter und Sicherungsblech als zusammenpassendes Set kombinieren. Geläufige Normen wie DIN 5415 (Spannhülsen), DIN 981 / ISO 2982 (Nut-Muttern) und DIN 5406 (Sicherungsbleche) machen die Bauteile herstellerübergreifend tauschbar – ob von SKF, FAG, INA oder NTN.

  • Befestigen: Lager kraftschlüssig auf der Welle fixieren
  • Sichern: axiales Verschieben und Selbstlösen verhindern
  • Instandsetzen: verschlissene Dichtlaufflächen wiederherstellen
  • Justieren: Lagerspiel und Axialtoleranzen exakt einstellen

Bauformen und Produktgruppen

Das Sortiment ist nach Funktion gegliedert. Jede Gruppe deckt einen eigenen Schritt der Lagermontage ab.

  • Spannhülsen: klemmen Lager mit kegeligem Innenring formschlüssig auf einer durchgehenden, absatzfreien Welle fest; über die aufgeschraubte Nut-Mutter wird die Hülse axial auf den Konus getrieben.
  • Nut-Muttern (DIN 981 / ISO 2982): legen Lager und Spannhülse axial fest und stellen die Vorspannung ein.
  • Sicherungsbleche (DIN 5406): verhindern formschlüssig, dass sich die Nut-Mutter durch eine umgebogene Lasche selbsttätig löst.
  • Wellenschutzhülsen: dünne Stahlhülsen, die eine verschlissene Wellenfläche überziehen und eine neue Lauffläche für Wellendichtringe schaffen.
  • Innenringe: stellen die einsatzgehärtete Innenlaufbahn für nadelgelagerte Stellen ohne integrierten Ring bereit und sitzen unmittelbar auf der Welle.
  • Kugellager-Ausgleichsscheiben: gleichen Axialspiel aus und ermöglichen das genaue Positionieren in der Lageranordnung.

Typische Anwendungen

Zubehörteile kommen überall dort zum Einsatz, wo Lager neu gesetzt, gegen Verschieben gesichert oder ohne Wellentausch repariert werden. Im Maschinen- und Anlagenbau dienen Spannhülse und Nut-Mutter der schnellen Montage von Pendelrollen- und Pendelkugellagern auf glatten Wellen. In Getriebe und Antriebstechnik sichern Nut-Mutter und Sicherungsblech die Lager axial. In der Instandhaltung erspart die Wellenschutzhülse die Nacharbeit oder den Austausch einer Welle, während Ausgleichsscheiben und Innenringe in Präzisionsanwendungen für ein exakt eingestelltes Spiel sorgen.

Auswahl und Beratung

Welches Zubehör passt, ergibt sich aus Lagertyp, Wellengeometrie und Einbausituation. Lager mit kegeliger Bohrung, im Bezeichnungssystem am Suffix K erkennbar, verlangen eine Spannhülse mit Nut-Mutter und Sicherungsblech; Lager mit zylindrischer Bohrung sitzen auf dem Wellenabsatz und werden ebenfalls per Nut-Mutter und Sicherungsblech gesichert. Welche Spannhülse passt, leitet sich aus der Lagerbohrung ab – der Code H310 etwa steht für den dazugehörigen Wellendurchmesser. Ist die Welle im Bereich des Dichtrings eingelaufen, schließt eine Wellenschutzhülse die Stelle wieder ab.

Wenn die Zuordnung unklar ist, hilft unser Team weiter und bestimmt das passende Bauteil zu Ihrem Lager. Bestellung und aktuelle Verfügbarkeit laufen über unseren Shop antriebstechnik.shop.

Bauformen & Unterkategorien

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Häufige Fragen

Welches Zubehör brauche ich, um ein Wälzlager zu montieren?

Das richtet sich nach der Lagerbohrung. Lager mit kegeliger Bohrung werden mit einer Spannhülse sowie Nut-Mutter und Sicherungsblech festgesetzt. Lager mit zylindrischer Bohrung sitzen auf dem Wellenabsatz und werden ebenfalls mit Nut-Mutter und Sicherungsblech axial gesichert. Für eine eingelaufene Dichtstelle kann zusätzlich eine Wellenschutzhülse nötig sein.

Wozu dient eine Spannhülse?

Eine Spannhülse hält ein Lager mit kegeliger Bohrung auf einer durchgehenden Welle ohne Absatz. Wird die Nut-Mutter angezogen, wandert die Konushülse unter den Innenring und verspannt das Lager ohne Spiel – Wellenabsätze oder ein aufwendiger Presssitz entfallen.

Was ist eine Wellenschutzhülse?

Das ist eine dünnwandige Stahlhülse, die über eine abgenutzte Wellenoberfläche gezogen wird. Sie bildet so eine frische Dichtfläche für den Wellendichtring, sodass weder ein Nacharbeiten noch ein Erneuern der gesamten Welle nötig ist.

Wie sichert ein Sicherungsblech die Nut-Mutter?

Beim Sicherungsblech nach DIN 5406 rastet eine innenliegende Nase in die Wellennut, eine außenliegende Nase wird in einen Schlitz der Wellenmutter gekantet. Diese formschlüssige Verdrehsicherung hält die Mutter sicher in Position und verhindert ein selbsttätiges Lösen.

Wofür werden Ausgleichsscheiben und Innenringe verwendet?

Ausgleichsscheiben dienen dem präzisen Einstellen von Axialspiel und Toleranzen in einer Lageranordnung. Innenringe stellen die einsatzgehärtete Innenlaufbahn für nadelgelagerte Stellen ohne integrierten Ring bereit und sitzen unmittelbar auf der Welle.

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